Mobile Bildbearbeitung wird unterschätzt

Was ist eigentlich mobile Bildbearbeitung? Wie sieht das aus und warum befürworte ich mobile Bildbearbeitung sogar? Im folgenden Text möchte ich Dich (nach langer Pause) mal wieder ein bißchen unterhalten und Dir den ein oder anderen Tipp an die Hand geben, um Deine Fotos auch unterwegs ein wenig mehr WOW-Effekt zu geben.

Was ist eigentlich mobile Bildbearbeitung?

Um Bilder auf dem Smartphone oder auf einem iPad zu bearbeiten, ist mehr nötig als einfach nur einen Filter drüberzuwerfen. Mobile Bildbearbeitung ist vielmehr die kleine Schwester oder der kleine Bruder der ausführlichen Bearbeitung am heimischen PC.

HALT! STOPP! Das wird dem Thema “mobile Bearbeitung” so aber nun wirklich nicht gerecht. Denn mittlerweile haben auch die sogenannten namenhaften Hersteller von Bildbearbeitungssoftware mobile Lösungen erarbeitet, die sich hinter den “stationären” Lösungen nicht verstecken müssen.

Meine Lösung für mobile Bildbearbeitung lautet SNAPSEED. Es handelt sich hierbei um ein kostenloses Programm, dass vor einiger Zeit von Google gekauft wurde und mit einer ganzen Reihe von Werkzeugen zur Verfügung gestellt wird.

In meinem letzten Urlaub habe ich “ganz normal” mit einer Kamera fotografiert und abends dann die Bilder von der Speicherkarte auf das iPad übertragen. Natürlich kannst Du auch die Bilder Deines Smartphones als Grundlage für eine Bearbeitung nehmen.

Zunächst einmal bietet Dir Snapseed ein paar Filter an, die Dein Foto von jetzt auf gleich mit nur einem Klick “aufhübschen”. Aber mir geht es hier ja nicht um diese Filter, sondern um eine echte Bearbeitung.

Wie funktioniert Bildbearbeitung mit Snapseed?

Snapseed bietet Dir verschiedene “Tools”, an die Du Dich wahrscheinlich mit der Zeit immer mehr herantraust und immer mehr nutzt, ohne dass Du einen völlig übertriebenen HDR Look auf jedes Bild anwendest (das passiert Dir wahrscheinlich in der ersten Zeit der Nutzung, aber das lässt nach…ich hatte diese Phase auch mal).

Snapseed Tools
Snapseed Tools

Snapseed ist sehr intuitiv und hat eine wirklich leicht zu verstehende Oberfläche. Von der einfachen Feinabstimmung über die lokale Retusche bis hin zum genialen “Reparieren”-Tool findest Du hier alles.

Wie Du vielleicht weisst, arbeite ich am Rechner mit Adobe Lightroom und ich bin ein großer Fan der “virtuellen Kopien”, um ein Bild mit gleichen Ausgangsdaten auf verschiedene Arten zu bearbeiten. Auch hier bietet Snapseed eine Hilfestellung an. Du kannst nach Deiner abschließenden Bearbeitung zwischen drei Arten des Speicherns wählen.

  1. Du kannst das Original überschreiben (dazu würde ich Dir nicht raten).
  2. Du kannst die überarbeitete Version speichern (schon besser)
  3. Du kannst ein Kopie des Originals mit allen Bearbeitungsschritten speichern (und nach nochmaligen Öffnen einfach weiterbearbeiten)

Presets – Fluch oder Segen für die mobile Bildbearbeitung ?

So lange Du nicht völlig ohne weiteres Nachdenken und Anpassen Presets benutzt, bin auch ich ein Freund dieser “Vorgaben”. Presets sollten auf das jeweilige Bild angepasst genutzt werden, auf diese Art kannst Du einen “durchgängigen” Look auf eine Reihe von Bildern anwenden und hast dennoch Individualität in Deinen Aufnahmen.

Und nun das Beste! Auch mit Snapseed, ähnlich wie bei Adobe Lightroom, kannst Du solche Presets erstellen und die kannst Du dann ganz einfach als QR-Code mit Freunden teilen, denen ein bestimmter Bildlook von Dir ganz besonders gut gefällt.

Ich habe für meine Aufnahmen in Mallorca einen eigenen Mallorca-Look kreiert, der sich durch eine Vielzahl von Aufnahmen durchzieht. Hast Du Interesse an dem entsprechenden QR-Code? Dann melde Dich einfach bei mir.