Motivation – Ein Thema nicht nur für Fotografen

Frosch mit Fernglas
Frosch mit Fernglas

„Nicht auch noch der.“ „Meint er jetzt auch er müsse etwas zum Thema Motivation schreiben?“

Sind das Deine ersten beiden Gedanken gewesen, als Du die Überschrift gelesen hast? Ja, damit habe ich gerechnet und dennoch gibst Du mir die Chance, dass Du den Artikel liest, denn Du bist ja immer noch hier. Danke dafür und zurück zum Thema.

Mit der Motivation ist das so eine Sache. Jeder von uns kennt und hat einen inneren Schweinehund, der es regelmäßig mal schafft, dass man nichts schafft. Da ist dann alles andere plötzlich wichtiger oder interessanter. Auch bei jemand mit maximaler Begeisterung für die Fotografie passiert das. Auf einmal ist da das sonst so große Interesse, die Lust zum Fotografieren einfach weg.

Meiner Meinung nach gibt es drei Wege raus aus diesem Dilemma.

#1 Die Ursache erforschen

#2 Die Situation verlassen

#3 Den Zustand bekämpfen

#1 Die Ursache erforschen

Wie konnte es so weit kommen? Du hast doch immer Spaß daran gehabt. Es war Dein größtes Hobby, Deine absolute Leidenschaft.

Liegt es daran, dass Du Dir für Dein Hobby kein neues Spielzeug mehr kaufst? War es der Reiz des „höher, schneller, weiter“, der Dich eigentlich angetrieben hat? Wenn es das war, dann warst Du wahrscheinlich nie wirklich „im Thema drin“. Dann wird es verdammt schwer Motivation aufzubauen, da Du die gesamte Zeit über nicht wirklich motiviert warst.

Das kennen wir doch alle. Sei es von der Fotografie, von einem sonstigen Hobby oder von einer Sportart für die man zu Anfang völlig „brennt“.

Und „brennen“ ist das richtige Stichwort. Man kann das gut mit einem Strohfeuer gleichsetzen. Beginnend mit einer enormen Ausprägung und einer starken Verdichtung, die aber nur kurz anhält.

Manchmal liegt es aber auch daran, dass Du Dich auf etwas anderes gerade stärker konzentrierst, das heißt nicht, dass die Leidenschaft für die Fotografie, ein Hobby oder eine Sportart völlig weg ist. Du hast einfach viel weniger Zeit zur Verfügung, weil sich die eine Leidenschaft nun mit einer weiteren Leidenschaft Deine knappe Zeit teilt.

#2 Die Situation verlassen

Die Situation zu verlassen nenne ich auch „Das Angsthasen-Prinzip“. Nur weil es gerade mal nicht perfekt läuft und die Motivation sich versteckt hat, ist das doch kein Grund alles einfach hinzuschmeißen. Man hat ja schließlich auch etwas investiert. Zeit, Leidenschaft, Geld. Das gilt natürlich nur, wenn man sich schon länger mit der Fotografie, dem Hobby oder einer Sportart beschäftigt hat.

Wenn man hingegen ganz frisch am Anfang steht und feststellt, das ist nichts für mich, dann ist es unter Umständen auch wirklich sinnvoll die Situation zu verlassen und das hat dann auch nichts mit dem „Angsthasen-Prinzip“ zu tun.

#3 Den Zustand bekämpfen

„Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.“ Dieses Zitat wird Bertolt Brecht zugeschrieben und es beschreibt sehr schön, wie man auch um Motivation kämpfen kann und muss. Psychologisch unterscheidet man die intrinsische von der extrinsischen Motivation, also die von innen heraus zu der von außen beigeführten. Mit Leidenschaft dabei sein ist intrinsisch, vom Geld dazu gebracht werden ist extrinsisch.

Wenn Du etwas nur tust, weil Du dafür etwas (Geld) erlangst, dann wirst Du niemals mit der gleichen Motivation am Start sein, wie wenn Du es aus Leidenschaft tust.

Motivation

Wie steht’s mit Deiner Motivation? Was treibt Dich an? Wofür brennst Du?