Test der Sony Alpha 6000

Sony Alpha 6000 Testbericht
Sony Alpha 6000

Lohnt sich der Kauf einer Sony Alpha 6000?

Mit diesem Erfahrungsbericht der letzten Wochen möchte ich Dir mein persönliches Fazit aufzeigen. Wie Du sicher weißt, nutze ich eigentlich nur Canon-Kameras. Eigentlich. Denn seit ein paar Wochen gehöre ich auch in den Kreis der Sony-Nutzer. #alphaaddicted Ich höre schon den Aufschrei “Das geht doch nicht!!!” “Das sind doch zwei verschiedene Lager.” “Verräter!!!” Das sehe ich gänzlich anders. Deshalb zunächst etwas grundsätzliches. Warum sollte ich nicht auch mal links und rechts auf dem Markt mich umtun und schauen, ob nicht andere Hersteller auch gute Kameras bauen? Genau das habe ich getan und ich bin bei der Sony Alpha 6000 gelandet. 

Eins noch vorab. Es sind auch schon zwei Nachfolgemodelle für die Sony Alpha 6000 erschienen. Die Sony Alpha 6300 und die Sony Alpha 6500. Ich habe mir beide Kameras beim “stationären Händler meines Vertrauens” (ja, ich war wieder bei Leistenschneider in Düsseldorf und nein, dieser Hinweis / dieser Beitrag ist nicht gesponsort, ich mag die Beratung dort einfach) angesehen und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass die nicht so vieles besser/anders machen als die Alpha 6000. Vor allem nicht in dem Umfang, dass der Mehrpreis der beiden neuen Modelle in meinen Augen auch nur ansatzweise gerechtfertigt wäre. Somit ist die Sony Alpha 6000 die Alpha meiner Wahl.

Technische Daten

Vorab ein paar “langweilige” technische Daten:

Sensor: 24,3 Megapixel
Bildformate: JPG & RAW
Objektivanschluss: Sony E
Autofokusart: Phasenvergleich-Autofokus mit 179 (!!!) Kreuzsensoren, Kontrast-Autofokus mit 25 Messfeldern
Autofokus-Funktionen: Einzel-Autofokus, kontinuierlicher Autofokus, Manuell, AFL-Funktion, AF-Hilfslicht, Fokus-Peaking, Fokuslupe (12-fach)
Belichtungszeiten: 1/4.000 bis 30 s (Automatik)
Motivfunktionen: Automatik, Landschaft, Makro, Nachtaufnahme, Nachtporträt, Porträt, Sport/Action
Bildeffekte: HDR-Effekt, High Key, kontrastreiches Monochrom, Miniatureffekt, Monochrom, Retro, Selektive Farbe, Spielzeugkamera, Weichzeichnung, Landschaft, Lebhaft, Porträt, S/W (Kontrast, Sättigung, Schärfe anpassbar in ± 3 Stufen), Sonnenuntergang
Blitz: eingebauter Blitz (aufklappbar)
Blitzschuh: Sony Multi Interface
Gewicht: 344 g

Jetzt ist aber auch genug mit den technischen Daten. 

Ergonomie, Aussehen und Bedienung

Kennst Du das? Du hälst eine Kamera in der Hand und stellst fest:”Fühlt sich gut an”. Das war mein erstes Gefühl. Leicht, klein und handlich. Und dann sieht sie auch noch so verdammt gut aus. Es gibt sie in schwarz, weiß und silber. Ich habe mich für schwarz entschieden, da wirkt sie für mich besonders stylisch. Die silberne Variante hat einen leichten Retro-Look und die weiße ist einfach nur edel und chic. Da aber die meisten Objektive dann doch schwarz sind, war auch das ein Grund für meine Wahl. Das Display löst mit 921.600 Punkten sehr fein auf und lässt sich nach oben oder unten klappen. Es lässt sich allerdings nicht so stark klappen, dass Du Dich beim Selfie oder Vlogging sehen kannst. Das Menü der Kamera ist leicht verständlich und logisch aufgebaut. 6 Hauptkategorien mit mehreren Unterkategorien.

Aber auch bei Kameras gilt: Es kommt auf die inneren Werte an. 

Autofokus

Ein guter Autofokus muss scharf sein und schnell. Der Autofokus der Sony Alpha 6000 ist beides. Und wie schnell er wirklich ist, das habe ich bei der Tour de France getestet. Der Nachführautofokus zieht so schnell und präzise mit, das hab ich noch nicht erlebt. Auch Aufnahmen von Tieren in Bewegung führen nicht zu unscharfen Aufnahmen. Scharf wie eine frisch geschliffene Schere. 

Der elektronische Sucher – mein persönliches Highlight

Hast Du schon einmal durch einen elektronischen Sucher geblickt. Ich war und bin begeistert. Warum ? Der Sucher zeigt das Bild bereits unter Berücksichtigung der Einstellungen für die Belichtung, den Weißabgleich, die Farbsättigung und andere Effekte. Das heißt, Du blickst durch den Sucher und siehst “das fertige Bild”. Natürlich frisst der elektronische Sucher im Gegensatz zum optischen Sucher Strom, aber dieser Vorteil wiegt das in meinen Augen definitiv auf.

Bildqualität

Bei den Kit-Objektiven ist man ja selten verwöhnt mit hoher Bildqualität, meist muss man sich mit mehr oder weniger starken Einschränkungen abfinden. Gelesen habe ich das auch bei Testberichten zu der Sony Alpha 6000. Dem kann ich so nicht zustimmen. Nein, vielmehr muss ich dem entgegensetzen, dass ich sogar bei den Kit-Objektiven von der Bildqualität oftmals begeistert bin. Ein sauberes Bild ohne große Verluste. Ein Lob dafür. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte…deshalb gibt’s vor dem Fazit auch noch ein Beispielbild.

Testbild Sony Alpha 6000
Testbild Sony Alpha 6000
ILCE-6000
E PZ 16-50mm F3.5-5.6 OSS
ƒ/5.6
ISO 100
28 mm

Fazit zur Sony Alpha 6000

Ich kann die Sony Alpha 6000 einfach nur empfehlen. Und wenn Du jetzt sagst: “Schön und gut, was ist mit hochwertigen Objektiven? Musst Du jetzt alles neu kaufen? Die Objektive von Canon passen ja nicht auf die Sony”…dann sage ich Dir: “Freu Dich auf den nächsten Blog-Beitrag. Da geht noch was.